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Freitag, 26. Mai 2017

Einmal rund um die Ostsee

In genau einer Woche, also am 2. Juni 2017, starten wir in ein neues Abenteuer. Diesmal wollen wir eine große Runde um die Ostsee herum drehen. Wir stecken noch mitten in den Vorbereitungen, liegen aber gut im Zeitplan. Unsere Pässe enthalten die neuen Visa für Russland. Beide Navis habe ich mit den notwendigen Karten gefüttert. Die Straßenkarten sind auch komplett. Lediglich an unserem Gecko müssen ein paar Kleinigkeiten erledigt werden. Eigentlich könnte es doch schon losgehen.

Hier seht Ihr die geplante Route:



Wer sich die Route genauer ansehen möchte (fast bis auf den Meter genau), der klickt auf folgenden Link. Die Karte öffnet sich in einem neuen Fenster. Man kann hineinzoomen, sie nach Herzenslust verschieben oder auf Satellitenansicht umschalten, genau wie bei Google Maps.


Planung bedeutet bei uns allerdings nicht, dass wir uns dann sklavisch daran halten werden. Unterwegs gibt es immer wieder Situationen, wo man flexibel sein muss und die Route entsprechend anpasst. Eine Straße kann gesperrt sein, ein Stellplatz für die Nacht existiert gar nicht, oder man bekommt von anderen Reisenden Tipps für besonders sehenswerte Orte und Dinge.

Die angedachte Route ist vorläufig ca. 8800 km lang. Erfahrungsgemäß fährt man dann ungefähr 20 Prozent mehr. Also werden es am Ende so ca. 10500 bis 11000 km sein. Einen Zeitplan dafür haben wir nicht. Voraussichtlich werden wir Ende August, Anfang September wieder zu Hause sein.

Wir fahren entgegen dem Uhrzeigersinn. Das erste Land auf unserer neuen Tour wird Polen sein. Dort freuen wir uns schon auf die herrliche Seenlandschaft der Masuren. Danach besuchen wir die Baltikumländer Litauen, Lettland und Estland. Wir werden versuchen, hauptsächlich entlang der Küste zu fahren. Auch auf Russland freuen wir uns schon, da wir dort vor zwei Jahren nur gute Erfahrungen machen konnten. Ein besonderes Highlight wird sicher Sankt Petersburg mit all seinen Sehenswürdigkeiten werden. Anschließend passieren wir den Ladogasee und den Onegasee. Dann befinden wir uns schon in der Republik Karelien.

Weiter geht es dann nach Lappland. Wir werden das Weiße Meer sehen und die Halbinsel Kola erleben. In Murmansk hoffen wir, die dort liegenden Atomeisbrecher sehen zu können. Von dort aus werden wir der Küste der Barentssee, einem Randmeer des Arktischen Ozeans (Nordpolarmeer) in westlicher Richtung folgen, um dann den nördlichsten Punkt unserer Reise in Norwegen zu erreichen. Das wird aber definitiv nicht das Nordkap sein, sondern eine Halbinsel weiter östlich mit der Stadt Mehamn.

Von da geht es nur noch in Richtung Süden, nämlich nach Finnland. Wenn wir in Rovaniemi den Weihnachtsmann nicht sehen sollten, können wir dort immerhin sein Postamt besuchen. Es folgt die lange Reise durch Schwedens Wälder. Nach einem Abstecher auf die Insel Öland mit ihren wunderschönen Stränden werden wir in Trelleborg eine Fähre entern und nach Saßnitz auf Rügen übersetzen. Von dort bis nach Hause ist es dann nur noch ein Katzensprung.

Drückt uns die Daumen, dass das Wetter mitspielt, dass unser Gecko durchhält (woran wir kein bisschen zweifeln) und dass wir gesund bleiben. Wir freuen uns auf hoffentlich viele interessante Begegnungen und spannende Erlebnisse. Wenn wir ganz großes Glück haben, können wir vielleicht sogar mal Bären und Wölfe beobachten, aber die Chancen sind da wohl eher gering.

Auf jeden Fall werde ich wieder hier im Blog über unsere Erlebnisse in Wort und Bild berichten. Auf der Seite „aktuelle Route“ könnt Ihr immer verfolgen, wo wir uns gerade befinden.

So, genug der Vorrede. Ihr dürft genau so gespannt sein, wie wir es auch schon sind. Und bleibt immer schön neugierig...

Hier noch die Flaggen der Länder, die wir besuchen wollen, in der Reihenfolge, wie wir sie anfahren werden:

Polen
Litauen
 Lettland
 Estland
 Russland
Norwegen
 
 Finnland
Schweden


Donnerstag, 18. Mai 2017

Im wilden Westen...

Eigentlich gehört sie gar nicht in diesen Blog, unsere letzte Reise. Warum nicht? Nun, weil wir fremdgegangen sind! Wir ließen diesmal unseren Gecko in seinem Unterschlupf stehen und mieteten uns ein Wohnmobil in Los Angeles. Mit diesem tuckerten wir dann vier Wochen lang durch die Nationalparks im Südwesten der USA.

Es stand von vornherein fest, dass ich diesmal keine Berichte in den Blog stellen würde. Bilder sichten, auswählen und evtl. bearbeiten, Text schreiben und dann alles hochladen, da ist schnell mal ein halber Tag weg. Die Zeit wollten wir lieber nutzen, um die unglaublich schönen Landschaften zu entdecken und zu genießen.

Wir hatten uns bewusst für das zweitkleinste Wohnmobil entschieden, das wir bei dem Vermieter bekommen konnten. Mit 19 Fuß Länge, also rund 6 Meter, waren wir doch recht beweglich. Im Verhältnis zum Gecko war es natürlich blanker Luxus. Viel Platz zum Sitzen, Toilette und Dusche, so viel Komfort haben wir sonst nicht. Trotzdem vermissten wir unseren Gecko so manches Mal. Wir hätten mit ihm so manche Offroad-Strecke fahren können. Aber man kann nicht alles haben...

Vier Wochen fast ausschließlich Sonnenschein, tropische Hitze im Organ Pipe Cactus National Monument nahe der mexikanischen Grenze bis hin zu einigen Grad unter Null nachts im Bryce National Park, wo wir in ca. 2500 m Höhe schliefen, war alles dabei. In den vier Wochen fuhren wir insgesamt 3197,8 Meilen, das sind 5146,4 km durch die vier Bundesstaaten California, Arizona, Utah und Nevada. Ziemlich viel, aber bei fast durchweg guten Straßen gut und ohne große Anstrengung zu bewältigen.

Wir trafen immer wieder auf nette und hilfsbereite Menschen und hatten nirgendwo ein unsicheres Gefühl. Das Einzige, woran wir uns wohl auch nach Monaten oder Jahren nicht gewöhnen würden, ist das amerikanische Essen. Pappiges Brot fast ohne jeden Geschmack, dafür aber meistens noch süß. Selbst die Wurst ist dort noch süß. Und an allen Ecken Fastfood.

Die fantastischen Landschaften beeindruckten uns immer wieder. Tief eingeschnittene Canyons, und da meine ich nicht nur den berühmten Grand Canyon, endlos scheinende Prärie, schneebedeckte Berge, die Tafelberge im Monument Valley oder die Sequoias, eine Art Mammutbaum und mit über 80 Meter Höhe die größten Bäume der Erde, brachten uns immer wieder zum Staunen.

Natürlich ließen wir uns das Spielerparadies Las Vegas nicht entgehen. Es ist schon erstaunlich, was für eine bunte Glitzerwelt dort aus dem Wüstenboden gestampft wurde.

Genug der Vorrede. Es folgt eine Bilderflut. Viel Spaß beim Betrachten. :-)


Und noch was: In wenigen Tagen folgt der nächste Beitrag hier im Blog. Also bleibt schön neugierig...

unser gemietetes Wohnmobil

Es folgen Bilder aus dem Joshua Tree National Park:

Joshua Trees, Josua-Palmlilie









kann mir jemand sagen, wie sie heißt?



Cholla Cactus




Weiter zum Organ Pipe National Monument:



Organ Pipe Cactus = Orgelpfeifen-Kaktus








Auf dem Weg zum Grand Canyon

die typischen Briefkästen

Western-Kneipe

Am Grand Canyon:








Am Horseshoe Bend des Colorado River:






Glen Canyon Dam, der den Colorado River zum Lake Powell aufstaut:


216 m hoch und 475 m lang ist die Staumauer
Weiter zum Monument Valley:






in Ermangelung einer Wäscheleine...

Und weiter geht's zum Natural Bridges National Monument:





Canyonlands National Park:

















Arches National Park:
















Bryce National Park:





Was sind schon diese Chevrolet Corvette...

...gegen diesen Trabbi  ;-)







Zion National Park:















Las Vegas:















Death Valley:













Weiter zum Sequoia National Park:


Lake Isabella


diese Mammutbäume sind 1500 bis 2000 Jahre alt!





Zurück nach Los Angeles:

riesige Orangenplantagen

Erdölfelder

Long Beach


Queen Mary


...und zum Schluss noch mal Dumpen (Abwässer ablassen)